Heimkehr in die Fremde


Zu Hause in Israel oder zu Hause in Deutschland?
Roman, Verlag Bert Schlender, Göttingen, 1985

Ein jüdisches Paar flüchtet 1938 aus Deutschland nach Palästina. 1948, als der Staat Israel gegründet wird, wird ihre Tochter geboren. Zehn Jahre später geht die ganze Familie zurück nach Deutschland. Für das nun zehnjährige Kind ein Schock. Aus dem sonnigen Land Israel versetzt in ein graues, kaltes Land. In ein Land, das immer noch latent Abwehr gegen alles Jüdische vorweist.  Erwachsen geworden, fährt die junge Frau mit 28 Jahren zurück nach Israel, in ihre Heimat. Es ist eine Urlaubsreise. In ihre Heimat?
Die Reise ist Anlass zum Nachdenken über das Verhältnis Deutschland – Israel, Deutsche – Juden, über die aktuelle Politik Israels. Verständnis und Missverständnis ihrer israelischen Landsleute für die Auswanderung nach Deutschland veranlassen Ronnith Neumann zum Nachdenken über ihre jüdische Identität.

„Irgendwo im Gras zu liegen, zu träumen und zu denken: Vor zwanzig Jahren hätten sie uns vergast.“  Vor zwanzig Jahren!